Hausmittel und Heilpflanzen

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Hausmittel

Aus dem Buch "Sammlung vorzüglicher Hausmittel"
Verlag von Edmund Ramsdorf - Weixdorf bei Dresden um 1905

Für jegliche Wirkweise kann keine Garantie oder Haftung übernommen werden. Diese Seite dient nur der Information und stellt keinen Ersatz für professionelle Beratung durch Arzt oder Apotheker dar.

Husten


Man schält ungefähr 6 saftige Aepfel und schneidet sie zu Stückchen; alsdann nimmt man drei kleine Zwiebeln und schneidet sie so klein als möglich. - Sind nun diese beiden Teile zubereitet, so zerstößt man etwa 60 Gramm Zuckerkandis ganz klein, tut alles zusammen in einen Top, schüttet ein wenig Wasser daran, deckt es zu und läßt es dämpfen, bis es weich ist. Hiernach nimmt man täglich 8-10 mal, je nachdem man Appetit hat, einen Kaffeelöffel voll.
Nimm Veilchenwurz und Süßholz-Pulver, jedes 8 Gramm, braune Eibischwurzel 4 Gramm, eine Messerspitze voll Safran, 60 Gramm weißen Kandiszucker. Dieses alles rein gestoßen und untereinander vermischt und allemal eine Messerspitze voll gegeben, so oft man will.
Salbei gestoßen, den Saft ausgepreßt und mit einem Glas alten, warmen Wein vermischt, warm getrunken hilft vom Husten und Sodbrennen. Es ist auch dies ein erprobtes zuverlässiges Mittel gegen Krampfhusten, Bluthusten, Störungen der Galle, Lungensucht, Luftröhrenschwindsucht, Zehrfieber, nächtlichen Schweiß, Brustschmerzen und Schwäche.
Möchte doch dieses Mittel da, wo sonst keine Hoffnung mehr vorhanden ist, nicht unversucht bleiben, es würde vielen Rettung bringen.
Ist Erkältung die Veranlassung zum Husten und kein Entzündungsfieber dabei zu merken, so sind einige Tassen Hollunderthee, mit oder ohne Milch und Zucker versüßt im Anfange oft das beste Mittel. Siehe Bereitung des Hollunderthees und Senfauflagen.
Oder:
Man mische bei anhaltendem Husten 15 Gramm Eibisch- und 15 Gramm Süßholzwurzel, sowie 15 Gramm Alantwurzel, klein zerschnitten, gut untereinander, nehmedavon einen starken Eßlöffel voll und siede es mit ca. einem viertel Liter Wasser bis zur Hälfte ein, alsdann nach Belieben täglich 3 bis 4 mal davon getrunken. Oder auch eibisch, Süßholz, Wollblumen und Kandis miteinander angebrüht, noch ein wenig gesotten, durch Leinwand geseiht und getrunken. Wenn man noch etwas Malz von einem Bierbrauer dazu nimmt, ist es zugleich nahrhaft. - Dies mindert besonders die Stiche auf der Brust.
V o r z ü g l i c h e r T h e e g e g e n H u s t e n. Man lasse sich in der Apotheke folgendes geben: Lungenkraut für 10 Pfg., Sternleberkraut für 10 Pfg., Ehrenpreis für 10 Pfg., Rosinen für 10 Pfg., Isländisch Moos für 25 Pfg., Lindenblüte für 10 Pfg., Erdbeerkraut für 5 Pfg., Süßholz für 30 Pfg., geschnittene Feigen für 15 Pfg., nachdem alles gut durcheinander vermischt ist, nimmt man 4 Eßlöffel von diesem Thee und läßt ihn in dreiviertel Liter Wasser bis auf die Hälfte einsieden und trinkt so warm als möglich, aber nicht heiß, je zwei Stunden nach dem Frühstück, Mittag- und Abendessen ein achtel Liter davon. Das Durchtreiben durch Leinwand ist nötig, weil sonst der beste Schleim zurückbleibt.
Man presse so viel roh geriebene gelbe Rüben durch reine Leinwand, daß man etwa ein viertel Liter Saft davon bekommt; diesen Saft kocht man mit 60 Gramm Kandiszucker zu einem leichten Syrup ein und nimmt nach Belieben täglich ein. - Die Wirkung ist vortrefflich.
Wacholdergeselz in schwachem Branntwein aufgelöst und getrunken - bekommt aber gewöhnlich bloß denen gut, die Freunde des Branntweines sind.
B e i t r o c k e n e m H u s t e n - ohne Auswurf - (sogenannten Reißer) dient Kartoffelwasser.
Man reinigt nämlich die Kartoffeln vor dem Sieden so gut wie möglich im Wasser, damit weder Sand noch Erde an ihnen bleibt, und siedet sie ganz so, wie zum gewöhnlichen Verspeisen. Wenn nun die Kartoffeln weich genug sind, so hebt man das Wasser für einige Tage auf und siedet davon mit Kandiszucker, den man nicht spart, und trinkt morgens und abends die Hälfte davon lauwarm.
Dieser Thee gehört zu den narkotischen Mitteln, sagt den Nerven zu und bringt einen ruhigen Schlaf.
Zur Herbstzeit, wenn die Kartoffeln noch nicht lange zu Hause sind, darf man nur die Hälfte davon trinken, weil sie eine stärkere Wirkung haben, dieselbe aber durchs Lager in einigen Monaten mehr und mehr verlieren.>br> Oder:
Kandiszucker in süßer Milch abgesotten und getrunkn, tut vielen Naturen besser als alle anderen Mitte..
Gegen heftiges Stechen beim Husten nehme man Wollblumen, Eibisch und Süßholz nebst Kandis, siede dies in Wasser und trinke das durch Leinwand Geseihte. Tut man hierzu noch etwas Malz von einem Bierbrauer, so ist es zugleich nahrhaft.
Oder:
Knoblauch in den Strumpf streuen oder auf die Fußsohlen binden, so verliert sich der Husten.


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