Hausmittel und Heilpflanzen

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Hausmittel

Aus dem Buch "Sammlung vorzüglicher Hausmittel"
Verlag von Edmund Ramsdorf - Weixdorf bei Dresden um 1905

Für jegliche Wirkweise kann keine Garantie oder Haftung übernommen werden. Diese Seite dient nur der Information und stellt keinen Ersatz für professionelle Beratung durch Arzt oder Apotheker dar.

Gicht


Die Gicht wird durch vermehrte Harnsäure in Blute erzeugt. Sie befällt vorzugsweise solche Personen, welche bei reichlichen Mahlzeiten zu wenig körperliche Bewegung haben. Die erblichen Anlagen spielen bei der Gicht eine große Rolle. Der zur Gicht Geneigte darf nicht zu reichlich essen oder trinken, muß sich an Suppe, Obst, Gemüse und dergleichen halten, wenig Fleisch essen, Wein, Bier, Kaffee und Thee aber ganz vermeiden. Dagegen soll der Patient sich viel in freier Luft bewegen, körperliche Anstrengungen suchen und fleißig Wasser trinken.
Gewisse Brunnenkuren, wie: Karlsbad, Marienbad, Kissingen stehen in gutem Ruf.
In den späteren Stadien der Krankheit sind warme Bäder vorzüglich. Befolgt man bei Gichtanfällen die hier angegebene Lebensweise nicht frühzeitig und läßt sie sich erst in ganzen Organismus festsetzen, so ist die Gicht zwar nicht tödlich, aber in der Regel unheilbar.
Hier lassen wir wieder ein Hausmittel folgen:
Die Blätter von der Kohlpflanze (wovon Sauerkraut gemacht wird) einige Minuten in Wasser gedämpft und auf die kranken Stellen gelegt.
Oder:
Jedes Jahr, so oft es reife Erdbeeren gibt, täglich nach Belieben mit Zucker gegessen.
Die Glieder mit Ameisengift eingerieben.
Man koche die Blätter mit Wurzeln von Hauhechel (Ononis spinosa) in Wasser, presse die Flüssigkeit durch und trinke täglich 1-2 Liter längere Zeit davon.
Gegen Gichtschmerzen wird ferner gerühmt: Man rühre für 5 Pfg. Tragant mit etwa ein Achtel Liter Wasser an, bringe es über gelindes Kohlefeuer und rühre es unter beständigen Umrühren für 5 Pfg. Kübelharz darunter. Wenn sich nun alles zu einer Salbe verkocht hat, ist es fertig. Alsdann davon auf Leinwand aufgestrichen und die schmerzenden Teile überlegt.
Die schmerzende Stelle wird auch mit Zitronenschalen und Kamilleöl der Tages zweimal gesalbt und mit warmen Tüchern umwunden.
Kamillenblumen vier Hände voll, Kleie zwei Hände voll, Kochsalz eine Hand voll, mische und nähe es in einen leinenen Sack ein, mache denselben warm auf einem Ziegelstein und auf das schmerzende Glied gelegt. Oder nimm Kamillenöl mit gebrannten Wein vermischt, reibe das Glied warm damit und binde darnach warme Tücher darum. Oder nimm Erdbeerkraut, Kamillenblumen, Wermuth, jedes 2 Hände voll, tue dies zerschnitten in einem Säcklein von Kochsalz, Kleie und Kamillenblumen über den schmerzhaften Ort. - Wacholderbeeröl eingenommen ist für viele Gebrechen solcher Art gut.
Das Weiße von einem Ei, ebensoviel Salz und Schmalz, auch dreimal so viel zartgestoßenen, gesiebten Handiszucker untereinander gemischt, auf ein Tuch gestrichen, warm auf den schmerzenden Teil gelegt und 3-4 Tage darauf gelassen, hat eine wunderbare Wirkung.
Man nehme 5-10 Stück von der schärferen Gattung frischer, schwarzer Winterrettiche und ebensoviel große gewöhnliche Zwiebeln, reibe sie auf einem Reibeisen fein, und presse den Saft in einer Presse gut aus. Von diesem Safte, der in einem Glase gut aufbewahrt wird, nehme morgens und abends vor Schlafengehen jedesmal 2 Esslöffel voll, und nach 8- bis 10tägigem Gebrauch wird man bedeutende Linderung verspüren. Auch der öftere Genuß von Rettichen ist sehr zu empfehlen. (Eine vierwöchige Kur in Wildbad oder Baden-Baden ist von bester Wirkung.)


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